Muri
Muri liegt am oberen Ende des Bünztals am Fusse des Lindenbergs, wobei sämtliche Ortsteile mit einer Ausnahme in der Ebene auf einer Höhe von 450 bis 480 Metern liegen. Der Flecken Muri mit seinen gegen 7000 Einwohnern ist auch Hauptort des gleichnamigen Bezirks.
Kloster
Muri tritt unter dem Namen "Murahe" in einer um 900 verfassten Zinsrolle der Fraumünsterabtei Zürich in die Geschichte ein und wird dank dem 1027 von den Habsburgern gegründeten ehemaligen Benediktinerkloster weit herum bekannt. 1841 wird das Kloster aufgehoben; die Klostergebäude beherbergen heute die Pflegi Muri, die Gemeinde- und die Bezirksverwaltung, die Schule sowie diverse Kulturräume.
Ein Besuch der Klosterkirche, des Kreuzganges mit seinen Renaissance-Glasmalereien, des Klostermuseums und des Gewölbekellers mit Gemälden des Murianer Alpenmalers Caspar Wolf (1735-1783) sind ausgesprochen lohnenswert.
Region
Nebst einigen verstreuten murianer Weilern und den Dörfern Boswil, Bünzen und Benzenschwil, die nahe der Bünz auf der Bünztalstufe liegen, schmiegen sich einige verstreute Dörfer an die sanft abfallenden Hänge des 900 Meter hohen Lindenbergs: Buttwil mit dem Flugplatz, Kallern, Geltwil und Beinwil/Freiamt mit seiner Krypta, in der der Heilige Burkard ruht. Aber auch am westlichen Rand der Reusstalebene liegen stattliche Dörfer, so das stolze Merenschwand, die Heimat von Frau Bundesrätin Leuthard, Rottenschwil am Reussübergang und Aristau, wo die Lyrikerin Erika Burkard lebt. Kein Dorf, aber der wohl berühmteste Aussichtspunkt auf der aargauisch-luzernischen Grenze: Der Horben mit seinem „Schloss“, wo die Mönche von Muri im Hochsommer Abkühlung suchten. Der Horben - Alpwirtschaft, Wandergebiet und Aussichtspunkt in einem. Ein viel besuchter Ort mit Blick auf Zugersee, Rigi und grosse Teile der Innerschweiz. Ein weiterer Höhepunkt stellt die Wyssebacher Sagi am Osthang des Lindenbergs dar. Mit ihrem über 5 Meter messenden oberschlächtigem Wasserrad als Antrieb ist es noch heute möglich, in dieser Schausägerei Baumstämme in Bretter zu sägen. Die schon im Mittelalter erwähnte Säge und Mühle am Wyssebach ist einzigartig im Freiamt.