Mutschellen
Der Mutschellenübergang verbindet das Reusstal im Westen mit dem Limmattal und damit dem Grossraum Zürich im Osten. Direkt auf dem Mutschellen treffen sich die drei Gemeinden Berikon, Rudolfstetten-Friedlisberg und Widen; es gibt keine Ortschaft Mutschellen. Die drei Dörfer sind auf dem Mutschellen so stark zusammengewachsen, dass nur Ortskundige genau sagen können wo die Gemeindegrenzen verlaufen. Aufgrund der sehr niedrigen Passhöhe von 551 m ü.M. ist der Mutschellen als tiefstgelegener Pass Europas bekannt.
Das Gebiet um die Passhöhe sowie die gesamte Westseite des Passes sind stark bebaut. An der Mutschellen-Kreuzung glaubt man eher im Zentrum einer Stadt als auf dem Scheitelpunkt eines Passes zu sein. Der Pass ist rund 11km lang und liegt an der wichtigen Hauptstrasse Nummer 1 Zürich-Bern, die ebenfalls Dietikon mit Bremgarten AG verbindet. Die Mutschellen-Kreuzung gilt als Verkehrsknotenpunkt, an denen sich die Hauptstrasse Zürich–Bern und die Strasse Birmensdorf–Baden kreuzen. Der Mutschellen wird von der BDWM Transport AG durch die Bremgarten-Dietikon-Bahn (BD) und durch Busse von Postauto Schweiz erschlossen. Der Bahnhof direkt auf der Passhöhe heisst seit jeher Berikon-Widen und nicht Mutschellen. Region Mutschellen: Neben Berikon, Widen und Rudolfstetten wird gerne auch Oberwil – Lieli zur Region Mutschellen gezählt, obwohl es viele eher dem Kelleramt zuschlagen. Sonnig gelegen mit einem herrlichen Blick auf die Region Muri liegt das Dorf auf einer Terrasse hoch über dem Reusstal. Römische Spuren deuten auf eine alte Geschichte hin. Auch der am Hasenberg gelegene Egelsee darf gerade noch zur Region gezählt werden, ein romantisch gelegener Waldsee, geheimnisvoll eingeschlossen von steilen Moränenzügen, sagenumwobenes Märchenland aus einer längst vergangenen Zeit. Und ganz nahe die vom Bauboom überzogenen Abhänge des Mutschellenpasses…
Geschichte
Der Mutschellen ist eigentlich eine Gletschermoräne, die während der Würmeiszeit entstanden ist. Zu dieser Zeit stiessen der Reussgletscher und der Linthgletscher nordwärts bis an den Rhein vor. Noch heute erkennt man auch als Laie bei einem Blick auf die Landeskarte die Spuren dieser gewaltigen Eisriesen.