Lage und Daten des Flachsees
| max. Tiefe: | 7 Meter | deshalb ist der Name «Flachsee» nicht ganz falsch |
| Fläche: | 0.72 km2 | Der Flachsee ist der drittgrösste See im Kanton. |
Der Flachsee ist noch jung!
Der Flachsee entstand im Rahmen des Neubaus des Kraftwerkes Bremgarten-Zufikon und der Gesamtmelioration der Reussebene im Herbst 1975 und wurde speziell als Wasservogelreservat gestaltet. Die Neuschaffung eines über 40 ha grossen Biotops für Wasservögel ist in der Schweiz bis heute einmalig. Um gefährdete flusstypische Arten wie den Flussregenpfeifer speziell zu fördern, wurden vegetationsfreie Kiesinseln geschaffen. Damit sie nicht dicht von Pflanzen überwachsen werden, müssen sie jährlich gejätet werden. Auch die Schlickflächen werden jährlich gemäht. Sonst verbuschen sie und verlieren ihre Attraktivität für Vögel.
Ideal für viele Vogel-Arten – Flachsee hat nationale Bedeutung
Die Schlickflächen und Flachwasserbereiche, das langsam fliessende Wasser und naturnahe Ufer mit Röhricht, angrenzenden Riedwiesen und Auenwälder sowie die Kiesinseln machen den Flachsee zu einem Wasservogelreservat von gesamtschweizerischer Bedeutung. Seit seiner Entstehung brüteten hier 58 verschiedene Vogelarten. Darunter befinden sich auch 11 gefährdete Arten der Roten Liste wie Flusspfeifer, Kiebitz, Eisvogel und Drosselsänger. Besondere Bedeutung erlangt der Flachsee auch als Überwinterungsgebiet von Wasservögeln und als Rastplatz für Durchzügler. Die Vielfalt der Wintergäste ist gross und reicht vom Zwergtaucher über den Kormoran bis zu seltenen Entenarten wie Spiess-, Löffel- und Schellente. Andere Arten wie Tafel- und Reiherente und das Blässhuhn überwintern gar zu Hunderten auf dem Flachsee. Die ausgedehnten Schlickflächen bieten sich Watvögeln (zum Beispiel Flussuferläufer, Bekassine und Kampfläufer) als Rastplatz auf ihrem Zug von den nördlichen Brutgebieten zu den südlichen Winterquartieren an. Unter den Zugvögeln befinden sich immer wieder besondere und seltene Arten. Seit 1973 wurden insgesamt am Flachseee 212 verschiedene Vogelarten beobachtet – eine sehr grosse Zahl im Vergleich zu den 361 Vogelarten, die in der Schweiz seit 1900 festgestellt wurden.